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Sozialforum hält Distanz zu Parteien

5000 zu Treffen in Erfurt erwartet

(von Strohschneider, Neues Deutschland)

Heute beginnt in Erfurt das erste Sozialforum in Deutschland. Die Organisatoren erwarten sich Impulse für die außerparlamentarische Bewegung.

Erfurt (ND-Strohschneider). Das erste Sozialforum in Deutschland soll nach dem Willen der Organisatoren in den nächsten Tagen »den Veränderungswilligen eine Stimme« geben. Zu dem Polit-Happening mit mehr als 350 Veranstaltungen werden bis Sonntag rund 5000 Teilnehmer erwartet. Das Treffen sieht sich in der Tradition der weltweiten Sozialforen, zu dem erstmals im Jahr 2001 Tausende im brasilianischen Porto Alegre zusammenkamen. Das SFiD wird von einem Bündnis von politischen Organisationen, Gewerkschaften und Verbänden veranstaltet.

SFiD-Sprecher Hugo Braun sprach einen Tag vor der Eröffnung von einer »beträchtlichen« Hoffnung auf gesellschaftliche Veränderungen. Im Mittelpunkt des Sozialforums unter dem Motto »Für Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Natur« sollen Alternativen zur aktuellen Politik mit ihren Auswirkungen wie Hartz IV stehen.
Die Organisatoren bekräftigten erneut ihre Distanz zu politischen Parteien. Dialog werde es geben, aber keine Kooperation, so Braun. Die PDS-Vizevorsitzende Katja Kipping erneuerte unterdessen das Angebot einer vertieften »Zusammenarbeit auf gleicher Augenhöhe«. Dies könne alle linken und widerständischen Initiativen in der Bundesrepublik stärken.

 

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