Aktuell
Sonderbeilage der Tageszeitung, jungen welt und des Neuen Deutschland zum Sozialforum
Alle Artikel der achtseitigen Sonderbeilage, die den Wochenendausgaben am 9./10. Juli 2005 beilagen
Editorial
Sozialforum Erfurt: Vor neuen Gemeinsamkeiten
Drei linke Tageszeitungen gestalten gemeinsam ein journalistisches
Schwerpunktthema zum Sozialforum 2005 in Erfurt. So wie diese ganze
Bewegung einzigartig ist, erscheint auch dieses Projekt von jW, ND und
taz als Ausdruck einer neuen Gemeinsamkeit. Ähnliches hat es in
Deutschland noch nicht gegeben. Im Gegenteil. Zumindest im vergangenen
Jahrhundert zeichnete sich die deutsche Linke eher durch
unversöhnlichen Streit als durch gemeinsames Handeln aus. In unserer
neuen Zeitrechnung seit Seattle und Genua hat sich da etwas verändert.
In Porto Alegre und Mumbai, in Florenz, Paris und London trafen sich
Menschen und Gruppen zum Gespräch, die bis dahin kaum voneinander
wussten, geschweige denn miteinander geredet hatten. So wird es auch in
Erfurt sein. Die Überzeugung, dass eine andere Welt möglich ist, führt
bei einigem Nachdenken zu der Erkenntnis, dass sie nur durch
gemeinsames Handeln zu schaffen ist. Der gemeinsame Auftritt dieser
drei Zeitungen zur Förderung eines ersten Sozialforums in Deutschland
macht sie von journalistischen Beobachtern zu einem Teil der Bewegung.
Das ist neu und ein gutes Beispiel für andere.
HUGO BRAUN, Mitglied im Koordinierungskreis von Attac
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INHALT
1. Kommentare
2. Berichte und Dokumentationen
3. Organisatorisches
1. KOMMENTARE
Bewegung als Vorbild: Machtverhältnisse nicht vergessen
Kommentar von Reiner Metzger, taz
http://www.taz.de/pt/2005/07/09/a0216.nf/text
Bewegung und Politik: An einem Wendepunkt
Kommentar von Arnold Schölzel, jW
http://www.taz.de/pt/2005/07/09/a0221.nf/text
Bewegung und Strategie: Spannende Frage des Partners
Kommentar von Jürgen Reents, ND
http://www.taz.de/pt/2005/07/09/a0226.nf/text
2. BERICHTE UND DOKUMENTATIONEN
"Wir brauchen ein Forum ..."
"... um unsere Erfahrungen
auszutauschen, um uns von der Wirkung der Lügen zu befreien, um unsere
eigene Sprache zu finden und zu üben, um die Umwelt und unsere Rechte
zu schützen. Denn wie etwa die Abstimmungen über die EU-Verfassung
gezeigt haben: Demokratie ist möglich"
(Dokumentation)
http://www.taz.de/pt/2005/07/09/a0211.nf/text
"Kein Ghetto für nette Gestalten"
Der russische
Globalisierungsbeobachter Boris Kagarlitzky meint: Nationale
Sozialforen sind wichtig zur Verankerung der Bewegung. Auf europäischer
Ebene braucht es mehr Verständnis zwischen Ost und West. Derzeit ist
Athen 2006 im Visier
(Interview)
http://www.taz.de/pt/2005/07/09/a0213.nf/text
http://www.taz.de/pt/2005/07/09/a0217.nf/text
Eben nicht der Kirchentag
Kurz vor Beginn ist in Erfurt
das erste Sozialforum in Deutschland noch nicht überall zu spüren. Doch
immerhin ist der Bürgermeister selbst ein Bürgerbewegter, und auch
Skeptiker arbeiten am Gelingen
(Dokumentation)
http://www.taz.de/pt/2005/07/09/a0228.nf/text
Von Chiapas und Porto Alegre zu Erfurt
Die Wurzeln der Sozialforum-Bewegung
(Dokumentation)
http://www.taz.de/pt/2005/07/09/a0230.nf/text
Schub durch Politik
Die Organisation in Erfurt lief erst schleppend, legt nun aber einen Endspurt hin: 5.000 werden erwartet
(Bericht)
http://www.taz.de/pt/2005/07/09/a0231.nf/text
Es ist genug für alle da!
Die Politik der vergangenen 30
Jahre hat die Armut-Reichtum-Schere weiter auseinander getrieben. Wenn
künftig nur noch 20 Prozent der Arbeitenden für die herkömmliche
Wirtschaft gebraucht werden, muss endlich Arbeit anders gedacht werden
(Dokumentation)
http://www.taz.de/pt/2005/07/09/a0224.nf/text
Aufbruch in eine neue Kultur
Die Menschen wissen, wie
und was sie eigentlich verbrauchen sollten. Doch intellektuelle
Argumente erreichen sie nicht. Gemeinschaftliche Projekte können über
das Rauschen im Kanal hinweghelfen. Wie aber den Leuten einen Zugang
schaffen?
(Dokumentation)
http://www.taz.de/pt/2005/07/09/a0220.nf/text
http://www.taz.de/pt/2005/07/09/a0219.nf/text
"Ich war ein Wirtschaftskiller"
John Perkins war
beteiligt am wirtschaftlichen Ruin von Entwicklungsländern. Er
schwatzte ihnen mit geschönten Statistiken riesige Bauprojekte auf. Die
Länder überschuldeten sich, US-Konzerne profitierten. Und das System
funktioniert noch immer
(Interview)
http://www.taz.de/pt/2005/07/09/a0234.nf/text
http://www.taz.de/pt/2005/07/09/a0232.nf/text
Ein erweiterter Politikbegriff
Wir reagieren auf Pläne
und Programme anderer. Und wenn wir nicht erfolgreich sind, dann
tricksen wir uns selbst aus. Dabei haben immer Einzelne angefangen, so
entsteht Politik - auch in verrückten Zeiten wie diesen. Aber woher die
Kraft nehmen?
(Dokumentation)
http://www.taz.de/pt/2005/07/09/a0238.nf/text
Wäschetrommeln werden zu Hockern
Ein Recyclingzentrum
als Quelle von Design und neuen Formen der Zusammenarbeit: In
Österreich bringen "sozialökonomische Betriebe" die Leute mit hoher
Erfolgsquote wieder in den Arbeitsmarkt - und sparen dabei
(Bericht)
http://www.taz.de/pt/2005/07/09/a0236.nf/text
3. ORGANISATORISCHES
Die Grundideen des Forums, die Arbeitsweise und die Finanzierung
http://www.taz.de/pt/2005/07/09/a0214.nf/text
Die Themen des Sozialforums
http://www.taz.de/pt/2005/07/09/a0222.nf/text
Der Zeitplan, die Anmeldung und die Anreise
http://www.taz.de/pt/2005/07/09/a0225.nf/text
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